Tired

Ich habe versucht alles in den Griff zu bekommen. Aber irgendwie ist wieder alles nach hinten losgegangen... Warum hätte es auch besser werden sollen? Es ist einfach zum Verzweifeln... Ich vermisse meinen Freund, ich vermisse die Zeit wie es früher einmal war. Ich vermisse die Stunden in denen ich einfach nur neben ihm sitzen konnte und alles war ok. Aber wenn ich jetzt bei ihm bin, dann fang ich an zu zweifeln, ich zweifel an mir selbst. Dabei sollte ich doch glücklich mit ihm sein, aber ich kann es nicht... dabei ist das alles was ich will. Einfach nur glücklich mit ihm sein, wieder lachen zu können ohne das mein Herz dabei weh tut. Ich bekomme keine Luft mehr, jeder Atemzug fällt mir schwer.

Es ist als ob ein Stein auf meiner Brust liegt. Alles erdrückt mich, ich selber erdrücke mich... dabei müsste ich doch nur aufstehen und weitermachen, aber ich schaff es einfach nicht mehr. Ich schlafe kaum noch und wenn dann hab ich Alpträume und höre immer auf zu Atmen. Das geht schon so weit, das ich es erst merke, wenn mein Körper sich gegen den Luftentzug wehrt. Mein Herz fängt immer wieder an zu stolpern oder es rast und ich habe das Gefühl, das es bald zerreißt. So kann das doch nicht weiter gehen!?

Ich kann nicht mehr in den Spiegel schauen und wenn ich dann doch reinsehe, dann finde ich mich einfach nur zum kotzen. Ich hasse diesen Körper und alles was zu ihm gehört. Ich finde nichts mehr an mir, mit dem ich zufrieden bin. Ich merke wie ich immer mehr wieder in alte Muster abrutsche. Ich will nichts mehr essen, weil ich meinen Körper strafen will, ich trinke nichts mehr weil ich keinen Sinn mehr darin sehe. Dabei will ich doch alles versuchen damit es besser wird. 

Ich finde keinen Sinn mehr in meinem Leben. Dabei war mein Freund früher der Mittelpunkt von allem und hat mir immer wieder Kraft gegeben, aber irgendwie tut er das nicht mehr. Ich hätte wissen sollen, das es so kommt. Es ist so wie immer.... Ich weiß, das bald der Moment an dem alles zu spät ist. Das er mich irgendwann im Stich lassen wird. Sicher, er hat gestern gesagt, das er für immer bei mir bleiben wird, aber ich kann ihm einfach nicht glauben. Ich will so nicht weitermachen! Ich will wieder wissen, wie es sich anfühlt glücklich zu sein. Ich will wieder ungezwungen lachen können, das Leben genießen, aber ich hinder mich selbst daran....

Ich hasse mich gerade einfach nur abgrundtief..... 

2.9.08 14:11


Tja, irgendwann musste es ja so kommen... Mein Freund weiß jetzt das ich meine Medikamente nicht mehr nehm. Er hat es sehr gefasst aufgenommen, vor allem weil ich ihm versucht hab zu erklären, das es mir ohne das Zeug besser geht. Aber ihm zu erklären, warum es mir momentan nicht so gut geht, bekomm ich einfach nicht hin. Jedesmal, wenn ich anfange ihm was zu sagen, bekomme ich von ihm einen Vortrag. Ich fühle mich dann immer wie ein Kind das gemasregelt wird. Genauso wie es meine Mutter immer getan hat und ich bin ja nicht von zuhause weg, nur um mir dann wo anderst wieder so was anhören zu müssen.

Er fürdert von mir, das ich kaltherzig werd, wie er es immer ist, das ich bei Telefonaten einfach auflege oder egoistisch mein Ding durchziehe.Das kann ich einfach nicht! Und ich will es auch nicht! Das Einzigste was ich mir immer hoch anrechnen konnte, war das ich ein gutes Herz hab, das für andere da bin! Und das soll ich jetzt alles vergessen?

Sicher, ich würde mich gern ändern, aber nicht so! Ich will für meine Freunde da sein, ich will ihnen helfen, ich will auch für meine Familie da sein und ihnen helfen! Ich will nicht so kaltherzig werden wie er. Weil ich weiß wie verletztend so ein Verhalten ist und sein kann. Ihn interessiert es ja nicht ob er mir mit seiner Art weh tut. Er verschließt sich vor mir und erwartet von mir das selbe, dabei hat er keine Ahnung was passieren würde, wenn ich das auch tun würde. Er würde an mir verzweifeln, so wie ich an ihm verzweifel. Ich weiß nie was in ihm vorgeht, ich weiß nie ob er mich noch liebt, oder ob er nur bei mir ist, weil der Angst hat das ich mich umbringe wenn er weg ist. Ich kann nur auf das was er sagt mich verlassen und hoffen, das es die Wahrheit ist!

Ich will nicht das mein Herz wieder zu Stein wird! Das hab ich doch schon alles hinter mir. Und jetzt soll ich wieder damit anfangen? Nein.....

Zur Zeit weiß ich eh nicht mehr was wirklich richtig ist. Ich kann nicht mal sagen, ob er mich noch liebt. Ob er noch etwas an mir findet. Klar ich lass ihn gerade so gut wie gar nicht an mich ran, aber das ist auch nur, weil ich mir nicht mehr sicher bin. Ich fühle mich nicht mehr geborgen in seiner Nähe. Ich merke einfach nur das ich mich nicht mal in seinen Armen wohl fühle. Jeder Berührung schmerzt und jedes Wort von ihm trifft mich. Ich weiß einfach nicht weiter... Ich weiß nicht mehr was ich tun soll...

Ich hab das Gefühl alles verloren zu haben. Ich möchte wieder wissen, wie es ist wenn er mich in den Arm nimmt, mich küsst und ich einfach nur glücklich bin. Ich kann nicht mal mit ihm schlafen, dabei war das immer das Einzigste was mich wieder hoch gebracht hat.

Warum verzweifel ich momentan an allem...?

 


4.9.08 13:04


 

 

 

 


4.9.08 13:11


 

 

 

 

 

4.9.08 13:17


4.9.08 13:19


4.9.08 13:21


Meine Geschichte

Alles fing damit an, das ich mit fünf Jahren das erste mal versucht habe mich umzubringen. Meine Mutter sagte damals zu mir, das sie so ein ungezogenes Kind wie mich nicht haben will und ich wollte ihr nicht noch mehr Sorgen machen, also lief ich in mein Zimmer, und versuchte mich unter der Bettdecke zu ersticken. Ich weiß nicht ob es funktioniert hätte, wenn ich mir noch länge die Decke ins Gesicht gedrückt hätte. Jedenfalls von da an wurde ich immer sensibler, was Streit und Konflickte an ging. Wenn ich heute auf meine Kindheit zurück schaue, dann fällt mir auf, das ziemlich viel falsch ging. Mit sechs Jahren kam dann meine kleine Schwester auf die Welt und ich war fürs erste abgeschrieben. Meine Eltern kümmerten sich fast ausschließlich um sie und um meinen älteren Bruder. Ich war immer das pflegeleichte Kind von uns. Nie hab ich ihnen Sorgen gemacht oder Aufmerksamkeit verlangt.

Die nächsten Jahre waren "ziemlich" ereignislos. Ich stand immer hinten an und hielt mich zurück. In dieser Zeit stritten sich meine Eltern oft und auch heftig, manchmal zogen sie mich auch mithinein und ich musst zwischen ihnen vermitteln. Tja und mit zwölf fing dann alles an... Nach einem weiteren Krach meiner Eltern saß ich im Zimmer und plötzlich überkam mich Selbshass, ich gab mir die Schuld an allem. Aus Wut heraus, schlug ich meinen Kopf gegen die Wand, immer und immer wieder, bis es zu bluten began. Danach weiß ich nichts mehr... Ich denke mein Kopf hat einfach alles ausgeblendet. Wäre in dieser Zeit nicht ein Freund für mich da gewesen, ich hätte nicht gewusst was ich tun soll. Ja, so ging es dann weiter... Jedesmal, wenn irgendwie Streit in der Luft lag, oder meine Mutter mich gemaßregelt hatte, strafte ich mich selbst mit Schmerzen. Am Anfang langte es, wenn ich meinen Kopf irgendwo dagegen schlug oder mir die Arme aufkrazte, aber bald langte auch das nicht mehr und so mit 13/14 Jahren rizte ich mich das erste mal. Es war nur oberflächlich, aber es blutete.

In der Zwischenzeit kam dann mein kleiner Bruder auf die Welt, der mir wieder etwas Geborgenheit schenkte. Ihn konnte ich in den Arm nehmen ohne das er wissen wollte was los ist. Er gibt mir auch heute noch viel Kraft. Der Nachteil war nur, das meine Eltern sich jetzt auch noch um ihn kümmern mussten und ich weiter außen vor blieb. Tja, ich zog mich also immer weiter zurück und verkroch mich in mein Zimmer, wenn ich nicht gerade zu irgendwelchen Arbeiten herangezogen wurde. So kam es dann auch das ich mich irgendwann fast jeden Abend verlezte, weil dann immer die Einsamkeit kam. Ich fühlte mich so verlassen und leer. Ich hatte das Gefühl, mit niemanden über das alles reden zu können, weil ich nicht wollte, das man sich um mich auch noch Sorgen macht. Meine Arme waren übersät von Narben und Schnittwunden, die immer tiefer wurden und auch immer näher an der Pulsschlagader saßen. Ich glaub ich war 15, als meine Mutter es das erstemal mitbekam. Sie wollte das ich ihr meine Arme zeige und dann schrie sie mich an, ob ich den Verstand verloren hätte und das sie mich in die Psychatrie schicken würde. Ich musste ihr damals versprechen, das ich es nie wieder tun werde und musste ihr auch mehrmals die  Woche unaufgefordert meine Arme zeigen, damit sie nachkontrollieren konnte ob ich wieder angefangen hab. Ein Jahr lang hielt ich durch, aber dann war der Drang mir was anzutun wieder da und ich fing wieder an, nur diesmal an den Oberschenkeln und am Bauch.

Mit 17 dann lerne ich meinen ersten Freund kennen. Die ersten Monate war recht schön, aber irgendwann merkte ich, das er mich nicht verstand, ich musste ihm immer und immer wieder erklären was mit mir los ist und warum ich das alles mache. Ich glaube irgendwann war er damit überfordert. Er wollte dann auch mit mir schlafen, aber ich konnte es nicht. Ich habe immer gute Mine zu bösen Spiel gemacht. Ich wollte nicht das er mich anfässt, aber ich konnte nicht Nein sagen. Wie ich es gehasst habe, wenn er mir zwischen die Beine ging und mir an die Brüste fasste. Jedesmal fühlte ich mich danach so schmutzig und ekelhaft, das ich wieder das ritzen anfing.

Ich erinner mich noch an einen Abend, an dem mein Ex unbedingt mit mir schlafen wollte, und dann mit seinen Händen zwischen meine Beine ging und mich so brutal anfasste, das ich zu bluten anfing. Dieses Erlebnis hängt mir heute immer noch nach und ich fühle die Schmerzen, wie als wäre es gerade wieder passiert. Ich hatte das Gefühl, das er einfach nur seinen Spaß mit wollte und ich ihm total egal dabei bin.

Es war nicht das erste mal das es so ablief. Ich kann nicht sagen wie oft es vorkam, aber es war oft genug. Wegen dieser Geschehnisse versaute ich auch damals meine Abschlussprüfung.

Als ich mit der Schule fertig war, fand ich keine Ausbildung und fing eine FSJ an. In einem Seminar fuhren wir auf eine Hütte und dort lernte ich einen Jungen kennen, der mich von anfang an anzog. Am zweiten Tag kamen wir uns näher, gut, es war auch Alkohl im Spiel, aber ich seh das nicht als Ausrede. Naja, jedenfalls endete es damit, das ich ihn küsste und es wäre auch sicher mehr passiert, wenn wir einen ruhigen Ort gefunden hätte. Er war der erste, der mich als Mädchen und nicht als Lustobjekt behandelte. Er war zärtlich zu mir und ließ mich bestimmen, was ich will und was nicht. Das war mir vorher noch nie passiert.

Nachdem ich von der Hütte zurück kam machte ich Schluss mit meinen damaligen Freund. Ich erzählte ihm, das ich einen anderen geküsst habe und er ging natürlich an die Decke und beschimpfte mich als Schlampe und der gleichen. Er kam immer wieder an und wollte das regeln, ich glaube er hat es nicht kapiert, das Schluss ist. Es war so um Weihnachten rum, als er wieder ankam und mich zurück wollte, er sagte ich wäre die Liebe seines Lebens und er wolle mich heiraten und lauter so was. Als ich ihm dann nochmal erklärte, das Schluss ist fing er an, mich zu bedrohen. In dieser Zeit hab ich mehr als einmal versucht mich umzubringen. Er drohte damit mir und meiner Familie was anzutun und zu guter letzt, wollte er sich auch umbringen. Ich erinner mich noch an eine SMS von ihm, in der er schrieb, das er jetzt auf die Autobahn fährt und dann gegen einen Baum oder sonst was rasen will. Ich war damals ziemlich fertig mit meinen Nerven und wollte nur noch sterben, bis dann mein heutiger Freund in mein Leben kam. Er war von anfang an für mich da und hörte mir zu. Er war der Erste, der mich zu verstehen versuchte, er wusste wie man sich fühlt, wenn alle einen verlassen habe und er wusste auch wie es ist einfach nur sterben zu wollen. In ihm fand ich zum ersten mal einen Seelenverwandten. Seine Nähe gab mir Kraft und so versuchte ich jede freie Minute mit ihm zu teilen und so kam es dann auch das ich vier Tage nach Silvester von zu hause rausflog. Meine Mutter hat mich an diesem Abend angeschrien und gesagt, das entweder ich gehe oder sie. Ich wollte es meinen Geschwistern nicht antun, das ihre Mutter geht und so packte ich meine Sachen und rief bei meinem Freund an, ob ich zu ihm kommen kann. Eine Freundin holte mich ab und fuhr mich schließlich zu ihm. An diesem Abend war ich zum ersten mal nur einen Millimeter vom Tod entfernt. Ich hatte mir unter der Dusche die ganzen Arme bis hin zur Schulter aufgeschnitten, so wie die Oberschenkel, den Bauch, den Hals und das Gesicht. Es waren tiefe Schnitte, die bestimmt zum Tode geführt hätten, wenn ich nicht Druckverbände drüber gemacht hätte. Das waren die schlimmsten Momente in meinem Leben. Ich weiß nicht ob ich was drauß gelernt habe, aber ich weiß, das sie mich zu dem gemacht haben, was ich heute bin. Auch die Vergewaltigungen haben mich geprägt, wie auch die Streitereien zwischen meinen Eltern.

Ich habe das alles immer noch nicht überwunden, aber ich arbeite dran, auch wenn ich weiß, das ich das alles nie ganz vergessen werde. Tja, das ist meine Geschichte bis hier hin...... 

4.9.08 15:53


Es ist einfacher zu lachen, als zu erklären warum man weint...
Ich gehe lieber einfache Wege....

 

 

Ganz lieben dank an Pain_Hurt..... Sind wirklich sehr schöne Texte... 

4.9.08 18:57


Schau mich an,
dann siehst du, ich bin glücklich, mir gehts gut...
schau mir ins Gesicht,
dann siehst du, ich lache und bin gut drauf...
doch schau mir nicht in die Augen,
denn dann siehst du Tränen,
die dir zeigen, das ich l ü g e!

 

Pain_Hurt 

4.9.08 18:58


Das Mädchen mir gegenüber schaut mich mit leeren traurigen Augen an, früher konnte man in ihnen das Glück des Mädchens erkennen...
Sie presst ihre trockenen Lippen aufeinander, will schreien, kann aber nicht, plötzlich rollt eine Träne über ihre Wange...
Ich will zärtlich ihre Wange streicheln, doch statt warmer, weicher Haut, berühre ich nur das kalte Glas meines Spiegels...

 

Pain_Hurt 

4.9.08 19:01


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