Tired
Tagebuch

Meine Geschichte

Alles fing damit an, das ich mit fünf Jahren das erste mal versucht habe mich umzubringen. Meine Mutter sagte damals zu mir, das sie so ein ungezogenes Kind wie mich nicht haben will und ich wollte ihr nicht noch mehr Sorgen machen, also lief ich in mein Zimmer, und versuchte mich unter der Bettdecke zu ersticken. Ich weiß nicht ob es funktioniert hätte, wenn ich mir noch länge die Decke ins Gesicht gedrückt hätte. Jedenfalls von da an wurde ich immer sensibler, was Streit und Konflickte an ging. Wenn ich heute auf meine Kindheit zurück schaue, dann fällt mir auf, das ziemlich viel falsch ging. Mit sechs Jahren kam dann meine kleine Schwester auf die Welt und ich war fürs erste abgeschrieben. Meine Eltern kümmerten sich fast ausschließlich um sie und um meinen älteren Bruder. Ich war immer das pflegeleichte Kind von uns. Nie hab ich ihnen Sorgen gemacht oder Aufmerksamkeit verlangt.

Die nächsten Jahre waren "ziemlich" ereignislos. Ich stand immer hinten an und hielt mich zurück. In dieser Zeit stritten sich meine Eltern oft und auch heftig, manchmal zogen sie mich auch mithinein und ich musst zwischen ihnen vermitteln. Tja und mit zwölf fing dann alles an... Nach einem weiteren Krach meiner Eltern saß ich im Zimmer und plötzlich überkam mich Selbshass, ich gab mir die Schuld an allem. Aus Wut heraus, schlug ich meinen Kopf gegen die Wand, immer und immer wieder, bis es zu bluten began. Danach weiß ich nichts mehr... Ich denke mein Kopf hat einfach alles ausgeblendet. Wäre in dieser Zeit nicht ein Freund für mich da gewesen, ich hätte nicht gewusst was ich tun soll. Ja, so ging es dann weiter... Jedesmal, wenn irgendwie Streit in der Luft lag, oder meine Mutter mich gemaßregelt hatte, strafte ich mich selbst mit Schmerzen. Am Anfang langte es, wenn ich meinen Kopf irgendwo dagegen schlug oder mir die Arme aufkrazte, aber bald langte auch das nicht mehr und so mit 13/14 Jahren rizte ich mich das erste mal. Es war nur oberflächlich, aber es blutete.

In der Zwischenzeit kam dann mein kleiner Bruder auf die Welt, der mir wieder etwas Geborgenheit schenkte. Ihn konnte ich in den Arm nehmen ohne das er wissen wollte was los ist. Er gibt mir auch heute noch viel Kraft. Der Nachteil war nur, das meine Eltern sich jetzt auch noch um ihn kümmern mussten und ich weiter außen vor blieb. Tja, ich zog mich also immer weiter zurück und verkroch mich in mein Zimmer, wenn ich nicht gerade zu irgendwelchen Arbeiten herangezogen wurde. So kam es dann auch das ich mich irgendwann fast jeden Abend verlezte, weil dann immer die Einsamkeit kam. Ich fühlte mich so verlassen und leer. Ich hatte das Gefühl, mit niemanden über das alles reden zu können, weil ich nicht wollte, das man sich um mich auch noch Sorgen macht. Meine Arme waren übersät von Narben und Schnittwunden, die immer tiefer wurden und auch immer näher an der Pulsschlagader saßen. Ich glaub ich war 15, als meine Mutter es das erstemal mitbekam. Sie wollte das ich ihr meine Arme zeige und dann schrie sie mich an, ob ich den Verstand verloren hätte und das sie mich in die Psychatrie schicken würde. Ich musste ihr damals versprechen, das ich es nie wieder tun werde und musste ihr auch mehrmals die  Woche unaufgefordert meine Arme zeigen, damit sie nachkontrollieren konnte ob ich wieder angefangen hab. Ein Jahr lang hielt ich durch, aber dann war der Drang mir was anzutun wieder da und ich fing wieder an, nur diesmal an den Oberschenkeln und am Bauch.

Mit 17 dann lerne ich meinen ersten Freund kennen. Die ersten Monate war recht schön, aber irgendwann merkte ich, das er mich nicht verstand, ich musste ihm immer und immer wieder erklären was mit mir los ist und warum ich das alles mache. Ich glaube irgendwann war er damit überfordert. Er wollte dann auch mit mir schlafen, aber ich konnte es nicht. Ich habe immer gute Mine zu bösen Spiel gemacht. Ich wollte nicht das er mich anfässt, aber ich konnte nicht Nein sagen. Wie ich es gehasst habe, wenn er mir zwischen die Beine ging und mir an die Brüste fasste. Jedesmal fühlte ich mich danach so schmutzig und ekelhaft, das ich wieder das ritzen anfing.

Ich erinner mich noch an einen Abend, an dem mein Ex unbedingt mit mir schlafen wollte, und dann mit seinen Händen zwischen meine Beine ging und mich so brutal anfasste, das ich zu bluten anfing. Dieses Erlebnis hängt mir heute immer noch nach und ich fühle die Schmerzen, wie als wäre es gerade wieder passiert. Ich hatte das Gefühl, das er einfach nur seinen Spaß mit wollte und ich ihm total egal dabei bin.

Es war nicht das erste mal das es so ablief. Ich kann nicht sagen wie oft es vorkam, aber es war oft genug. Wegen dieser Geschehnisse versaute ich auch damals meine Abschlussprüfung.

Als ich mit der Schule fertig war, fand ich keine Ausbildung und fing eine FSJ an. In einem Seminar fuhren wir auf eine Hütte und dort lernte ich einen Jungen kennen, der mich von anfang an anzog. Am zweiten Tag kamen wir uns näher, gut, es war auch Alkohl im Spiel, aber ich seh das nicht als Ausrede. Naja, jedenfalls endete es damit, das ich ihn küsste und es wäre auch sicher mehr passiert, wenn wir einen ruhigen Ort gefunden hätte. Er war der erste, der mich als Mädchen und nicht als Lustobjekt behandelte. Er war zärtlich zu mir und ließ mich bestimmen, was ich will und was nicht. Das war mir vorher noch nie passiert.

Nachdem ich von der Hütte zurück kam machte ich Schluss mit meinen damaligen Freund. Ich erzählte ihm, das ich einen anderen geküsst habe und er ging natürlich an die Decke und beschimpfte mich als Schlampe und der gleichen. Er kam immer wieder an und wollte das regeln, ich glaube er hat es nicht kapiert, das Schluss ist. Es war so um Weihnachten rum, als er wieder ankam und mich zurück wollte, er sagte ich wäre die Liebe seines Lebens und er wolle mich heiraten und lauter so was. Als ich ihm dann nochmal erklärte, das Schluss ist fing er an, mich zu bedrohen. In dieser Zeit hab ich mehr als einmal versucht mich umzubringen. Er drohte damit mir und meiner Familie was anzutun und zu guter letzt, wollte er sich auch umbringen. Ich erinner mich noch an eine SMS von ihm, in der er schrieb, das er jetzt auf die Autobahn fährt und dann gegen einen Baum oder sonst was rasen will. Ich war damals ziemlich fertig mit meinen Nerven und wollte nur noch sterben, bis dann mein heutiger Freund in mein Leben kam. Er war von anfang an für mich da und hörte mir zu. Er war der Erste, der mich zu verstehen versuchte, er wusste wie man sich fühlt, wenn alle einen verlassen habe und er wusste auch wie es ist einfach nur sterben zu wollen. In ihm fand ich zum ersten mal einen Seelenverwandten. Seine Nähe gab mir Kraft und so versuchte ich jede freie Minute mit ihm zu teilen und so kam es dann auch das ich vier Tage nach Silvester von zu hause rausflog. Meine Mutter hat mich an diesem Abend angeschrien und gesagt, das entweder ich gehe oder sie. Ich wollte es meinen Geschwistern nicht antun, das ihre Mutter geht und so packte ich meine Sachen und rief bei meinem Freund an, ob ich zu ihm kommen kann. Eine Freundin holte mich ab und fuhr mich schließlich zu ihm. An diesem Abend war ich zum ersten mal nur einen Millimeter vom Tod entfernt. Ich hatte mir unter der Dusche die ganzen Arme bis hin zur Schulter aufgeschnitten, so wie die Oberschenkel, den Bauch, den Hals und das Gesicht. Es waren tiefe Schnitte, die bestimmt zum Tode geführt hätten, wenn ich nicht Druckverbände drüber gemacht hätte. Das waren die schlimmsten Momente in meinem Leben. Ich weiß nicht ob ich was drauß gelernt habe, aber ich weiß, das sie mich zu dem gemacht haben, was ich heute bin. Auch die Vergewaltigungen haben mich geprägt, wie auch die Streitereien zwischen meinen Eltern.

Ich habe das alles immer noch nicht überwunden, aber ich arbeite dran, auch wenn ich weiß, das ich das alles nie ganz vergessen werde. Tja, das ist meine Geschichte bis hier hin...... 

4.9.08 15:53


So jetzt ist der Moment gekommen... Ich sitze auf dem Sofa der Fernseher läuft leise im Hintergrund und ich starre auf die Tastatur. Die Tränen laufen mir über das Gesicht und ich fühle mich so endlos leer.
Ich hasse dieses Gefühl jemanden zu vermissen... es ist als ob jemand dir das Herz aus der Brust reißt und du ohne zurückbleibst.
Es tut so weh! Es tut so verdammt weh.... Es fehlen so viele Dinge die man als selbstverständlich hin nimmt. Es fehlt einfach alles... Ich bekomme kaum noch Luft und diese Leere zerreißt mich fast! Ich kann so nicht leben, ich will einfach nur noch das er heim kommt und mich in den Arm nimmt und mich nie wieder loslässt! Das ist grad alles zu viel für mich... Ich kann nicht ohne ihn sein, ich will nicht ohne ihn sein!
Dieses Gefühl macht mich fertig. Das kann doch wohl nicht wahr sein... Ich vermisse ihn... ich vermisse ihn total...er fehlt mir einfach... man kann es nicht in Worte fassen, es geht einfach nicht!
Und es sind noch zwei Tage.... zwei Tage die mir wie die Ewigkeit vorkommen......

 

18.5.09 22:03


Tja.... was soll ich sagen? Die momentane Situation ist einfach beschissen. Mein Freund ist jetzt für drei Tag in Österreich und ich sitz allein in unserer neuen Wohnung. Ich sehe andauernt auf die Uhr und hoffe das schon Mittwoch ist, aber irgendwie vergeht die Zeit nicht. Es ist schon Stunden her seit er weg ist und die Einsamkeit zerfrisst mich langsam. Normalerweiße wäre er jetzt schon daheim und würde mit mir zusammen auf dem Sofa liegen, aber er ist nicht da... er ist Kilometer weit weg und ich bekomme kein Lebenszeichen von ihm. Ich hab ihm schon tausende Mails geschickt, aber keine Antwort bekommen.
Ich fühle mich so allein gelassen. Die ganzen Gefühle von früher kommen wieder hoch und es ist keiner da der mich in den Arm nimmt, oder mir sagt das alles wieder gut wird. Ich vermisse ihn, alles kommt mir so sinnlos vor, so ohne Leben. Ich habe Angst davor schlafen zu gehen, weil ich nicht weiß was ich machen soll, wenn wieder alles hochkommt.
Am liebsten würde ich ihm sagen er soll sofort heim kommen, aber das kann ich nicht.... Ich weiß das wir das Geld brauchen das er mehr bekommt wenn er jetzt auf Montage geht.
Es ändert aber nichts daran das er mir fehlt. Ich brauch ihn, ich brauche seine Nähe, aber vor allem brauche ich es das er mich in den Arm nimmt und mir sagt das alles wieder gut wird.
Wenn das so weiter geht übersteh ich die Nacht nicht....

18.5.09 17:48


An meinen kleinen Bruder:


Mein Engel,

Du warst immer der Sonnenschein in meinem Leben. Dein Lachen hat mir oft aus meinen dunklen Stunden geholfen.
Aber das ich dich jetzt nicht mehr sehen kann bricht mir fast das Herz und ich weiß nicht was ich tun soll. Ich will dir das alles erklären, doch ich finde einfach nicht die richtigen Worte. Du bist einfach zu jung um zu verstehen was mit deiner großen Schwester los ist und warum ich gehen musste. Ich habe das alles nicht gewollt.
Es gibt so viele Dinge die ich in deinem Leben verpasse und das nur, weil deine Mutter mich nicht mehr sehen will. Wie soll ich dir erklären, das ich einfach keine andere Wahl hatte? Wie soll ich dir erklären, das ich vor der Entscheidung stand, entweder deine Mutter oder ich? Hätte ich euch die Mutter nehmen sollen?
Ich weiß es einfach nicht…. Ich weiß nur das ich es dir irgendwann erklären will, das ich dir sagen möchte warum ich so bin wie ich bin, das ich nichts dafür kann.
Mein Leben ist aus den Fugen gelaufen und ich konnte nichts dagegen tun. Ich hoffe du verzeihst mir irgendwann und hörst mir zu wenn ich dir das alles sagen möchte.
Ich vermisse dich jede Stunde und jeden Tag. Du warst immer mein Anker, der mich auf dem Boden gehalten hat, du konntest mich zu lachen bringen und wenn du bei mir warst hab ich alles vergessen können.
Ich vermisse dich… Deine Nähe hat mir immer Kraft gegeben. Ich weiß einfach nicht was ich ohne dich jetzt machen soll.
Ich kann nur darauf hoffen, das du irgendwann zu mir kommen wirst und mich wieder in den Arm nehmen wirst, so wie du es als kleiner Knirps immer gemacht hast. Du bist einfach mein Ein und Alles und ich liebe dich für das was du bist. Ohne dich fehlt etwas in meinem Leben, da ist nur noch ein dunkles Loch in mir. Als du auf die Welt gekommen bist war ich so glücklich und ich habe dich von der ersten Stunde an geliebt. Sicher es gab auch oft Streit, aber das hat nie etwas an meinen Gefühlen geändert. Du gehörst einfach zu meinem Leben. Niemand kann dich ersetzten.
Ich hätte dir gern öfters gesagt wie sehr ich dich eigentlich liebe, aber ich habe einfach nicht die Kraft dafür. Die vielen glücklichen Stunden die ich mit dir hatte, die Momente in denen wir unbeschwert zusammen gespielt haben… das alles vermisse ich unheimlich. Dein Lachen und deine Art wie du mit mir geredet hast. Wenn wir zusammen Musik gehört haben, das alles fehlt mir einfach und ich weiß nicht wie ich damit klar kommen soll.
Du bist mein kleiner Bruder und du wirst es auch immer bleiben, egal was passiert, ich vergesse dich nie! Du gehörst zu einem der wichtigsten Menschen in meinem Leben und egal wohin ich gehe ich habe immer ein Bild von dir dabei. Wenn ich es ansehe, dann bekomm ich neu Kraft weiter zu machen und irgendwann alles auf die Reihe zu bringen, für dich und die anderen Menschen die ich liebe.
Ich hab mir so oft gewünscht, das du meinen Freund kennen gelernt hättest. Ihr habt ziemlich viel gemeinsam. Das fällt mir immer wieder auf und dann sehe ich dich wieder vor mir und will einfach nur eins, das ich dich wieder in die Arme schließen kann.
Mein kleiner Engel, du weißt gar nicht wie viel du mir bedeutest, aber irgendwann wird ich dir das alles sagen können und wenn der Zeitpunkt dann da ist wirst du mich hoffentlich verstehen können und mir verzeihen können.
Egal wie lang es dauert, ich werde auf dich warten, nur um dich irgendwann wieder in die Arme nehmen zu können…

Ich liebe dich kleiner Bruder


Deine Schwester


18.2.09 15:17


Ich würde am liebsten schreien! Weglaufen, mich verstecken oder einfach nur vom Erdboden verschwinden. Der Tag gestern hat mir den Rest gegeben...
Mir ging es gut, ich war stabil und ich hatte schon seit längerem keine schwere Krise mehr. Und dann das.... Warum? Sicher mein Therapeut hat mir geraten nicht mehr mit meiner Mutter zu reden, weil ich jedesmal abrutsche wenn sie wieder mit ihren Schuldzuweißungen kommt. So war es auch wieder.... Sie fing wieder damit an, das ich an allem Schuld bin und das ich nichts auf die Reihe bekommen würde, das ich nicht in der Lage bin mein Leben auf die Reihe zu bekommen. Ich hasse es... Ich habe mich wieder so klein gefühlt, so hilflos. Die Selbstzweifel waren wieder da, der Hass auf mich selbst, der Wunsch zu sterben, mich zu verletzen.... und die Leere... diese brennende Leere, die mein Inneres auffrisst.
Dabei will ich doch einfach nur das was mir zusteht und auf das ich Anrecht habe. Es ist zum Verzweifeln...
Ich weiß nicht mehr was ich tun soll, ich fühle mich so klein. Ohne meinen Freund hätte ich das gestern nicht durchgestanden, ich wollte wieder abhauen, auf die Schienen laufen, auf den Zug warten... Einfach ausbrechen und die ganze Sache beenden. Ich hasse meine Mutter, sie meint immer sie wär im Recht. Als ob sie alles richtig gemacht hätte! Einen Scheiß hat sie! Sie hat mich mit meinem Probelem allein gelassen, mir nur dann geholfen wenn sie dazu in der Laune war. Ich war immer allein, ich musste immer sehen wie ich selber aus allem raus komme. Sie hat nicht das Recht sich in mein Leben einzumischen! Sie hat es schon genug versaut! Wie kann diese Frau sich anmaßen mir zu sagen das ich an allem selber Schuld bin? Als ob ich mir alles ausgedacht hätte... als ob ich allen nur vorspielen würde, das es mir so schlecht geht. Ich habe wegen ihr schon genug Komplexe und Schwierigkeiten. Ich werde wegen ihr und wegen dem was ich durchmachen musste genug Probleme haben, ich werde nie ein normales Leben führen können, nie wirklich stabil sein.

Ich hasse sie, das sie sich einbildet alles richtig zu machen.....

29.1.09 14:04


Die Tage schleichen nur noch so dahin.... Eigentlich habe ich mich auf die gemeinsame Zeit gefreut, aber irgendwie geht alles schief. Ich fühl mich komplett ausgelaugt und leer. Mein Herz schlägt schwerfällig und es brennt in der Brust. Der Zauber der ersten Monate ist weg, einfach verschwunden.

Es sind jetzt genau 1 Jahr und 2 Tage die wir zusammen sind. Eigentlich sollte ich mich freuen, aber worüber? Darüber das ich mich immer mehr allein gelassen fühle? Darüber, das er mir das Gefühl gibt nicht mehr der Mittelpunkt seiner Welt zu sein? Worüber soll ich mich freuen? Worüber? Sicher ich sollte glücklich sein.... mich darüber freuen, das er es jetzt schon ein Jahr mit mir ausgehalten hat. Ich fühl mich so kraftlos... Keine Ahnung was wieder mit mir los ist.

Villeicht liegt es doch alles an mir. Ich könnte es gut verstehen...

Was an mir ist schon auf dauer fesselnd? Nichts... ich bin nicht sonderlich hübsch, geschweige denn ein guter Unterhalter oder sonst was. Ich bin ein Versager...
Zu nichts zu gebrauchen... Ich hasse es mich so zu fühlen...

Es ist momentan alles andere als leicht für mich mit allem irgendwie klar zu kommen. Ich kämpfe mit meinen Gefühlen und mit dem Verhalten von meinem Freund. Es kommt mir alles so unsinnig vor... Und ich glaube das ist es auch...

30.12.08 18:39


Im Zug...

Ich sitze im Zug, die Beleuchtung über mir flackert kaum wahnehmbar. Ich starre aus dem Fenster... und finde mich in meinem alten Zimmer wieder. Von unten höre ich meine Eltern wie sie streiten und sich anschreien. Ich bin allein.... zum Glück. Ich hasse es, wenn sie sich streiten. Verzweifelt suche ich in der Schublade nach meinen Klingen. Gefunden... Erleichterung setzt ein. Ich krempel dich Ärmel hoch und setzte die Klinge an meinen Unterarm. Langsam zieh ich sie über die Haut... Es fängt erst nach ein paar Sekunden an zu bluten. Ich merke wie mir heiße Tränen über das Gesicht laufen und ich spüre den Zwang die Klinge immer und immer wieder anzusetzen. Keine Ahnung wie lang ich da sitze und mir immer wieder den Arm aufschneide, ich hab jegliches Zeitgefühl verloren. Ich verzweifle an mir selber, es sollte doch weh tun! Aber ich spüre nichts... egal wie tief ich schneide, da ist kein Gefühl, außer Leere. Als wäre mein Innerstes ein schwarzes dunkles Loch, in das sich das bischen was ich noch bin zurückgezogen hat, versteckt vor dem Lärm, der dort unten tobt. Ich weiß, das jetzt keiner mehr in mein Zimmer kommt, es ist dunkel. Ich liebe die Dunkelheit, sie gibt mir das Gefühl sicher zu sein. Ich starre immer noch aus dem Fenster. Meine Erinnerungen ziehen wie Bäume und Häuser am Fenster vorbei und ich erlebe jeden schrecklichen Augenblick wieder und wieder. Ich habe nicht mal gemerkt, das ich wirklich weine... die Leute im Zug starren mich an. Bin ich schon an meiner Haltestelle vorbei? Ich weiß es nicht. Es ist auch irgendwie egal geworden.... Ich weiß nicht mehr wo ich bin. Ist das die Realität? Oder ist es wieder nur ein Traum, den ich mir zurecht gesponnen haben.... So wie damals als ich noch jünger war. Ein Traum, in dem ich glücklich bin oder zumindest meine, das ich glücklich bin. Ich weiß nicht mehr was ich glauben soll, oder kann. Realität und Verganganheit vermischen sich und werden zu einer undurchdringlichen grauen Masse, die sich zerstörerisch ihren Weg durch meinen Kopf bahnt und dabei alles was im Weg ist überrollt. Was ist Realität? Bin ich real? Ich weiß es nicht. Ich habe jeglichen Bezug verloren und alte Schuldgefühle kommen wieder hoch. Ich weiß das sich meine Eltern wegen mir streiten, das ich Schuld bin. Ich bin an allem Schuld... Ich höre die Stimmen in meinem Kopf, wie sie mir zuflüstern, das ich kein Recht habe zu Leben, das "Soetwas" wie ich es nicht Wert ist weiter zu leben. Langsam schnürrt es mir die Kehle zu. Ich bekommen kaum noch Luft, jeder Atmenzug tut weh. Das Gefühl zu Ersticken wird immer stärker, meine Lungen brennen. Was ist nur wieder passiert? Ich habe doch versucht das alles irgendwie zu verdrängen! Warum muss das alles wieder hochkommen? Warum muss ich das alles wieder und wieder durchleben? Ändern kann ich so oder so nichts mehr... Alles ist bereits passiert.... Oder? Ich weiß es nicht... Ich sehe nur immer und immer wieder diese Bilder vor mir, wie ich in meinem Zimmer sitze und mir die Arme aufschneide. Solange bis sie vom Blut ganz überströmt sind.  Ich weiß das es nichts bringt, aber es ist der einzigste Weg, um zu wissen, ob ich noch am Leben bin, denn alles in mir drin ist erfroren. Ich will nur noch nach hause. Wo bin ich zuhause? Ich habe mich verloren... Ich will weglaufen, irgendwo hin und mich in einer dunklen Ecke verkrichen. Ich habe Anst, Angst vor mir, vor dem Allein sein, vor meinen Gefühlen... vor allem.... Ich möchte das Eis in meinen Inneren auftauen, ganz langsam, auch wenn ich weiß, das es bei der ersten Berührung zerspringt und kaputt geht, so wie alles was ich anfasse. Ich bin es wirklich nicht Wert zu leben. Ich bin ein hoffnungsloser Fall. Mein Bahnhof kommt. Ich sollte jetzt aussteigen. Blind laufe ich durch die Straßen, bin ich hier richtig? Ich schaue das Haus an... Es kommt mir bekannt vor. Im oberen Stockwerck brennt Licht. Bin ich endlich daheim? Endlich sicher?

3.12.08 21:16


Ich weiß nicht was los mit mir ist... Es war doch alles so gut und jetzt? Jetzt ist alles wieder total daneben. Ich fühl mich so allein gelassen mit meinem Problemen und Gefühlen. Ich hab mein ganzes Leben verloren und schwebe im luftleeren Raum. Das Leben ergibt für mich keinen Sinn mehr, ich suche verzweiflelt nach einem Grund zu bleiben, aber ich finde keinen. Wozu denn auch noch? Für alle anderen geht das Leben weiter auch ohne mich.

Ich verzweifel an mir selbst, sehe einfach keinen Sinn mehr in allem. Mein Kopf ist total leer, nur irgendwo in der dunkelsten Ecke flackert leise und unaufhöhrlich Hass. Hass gegen mich, gegen alle die mir etwas bedeuten....

Keine Ahnung was gerade in mir vor geht, nur ich bin mir sicher, das es kein gutes Ende nimmt....

4.11.08 15:06


Momentan kann ich mich einfach nicht beschweren.... ich glaub ich bin zum ersten mal in meinem Leben richtig "glücklich". Ich weiß nicht ob man mein Gefühl als Glück bezeichnen kann, jedenfalls bin ich in meinem Freund wieder so verliebt wie am Anfang. Villeicht noch stärker, keine Ahnung....
20.10.08 20:24


Heute hatte ich endlich meinen Tattootermin... Endlich habe ich mein lang ersehntes Tattoo. Ich bin unheimlich stolz drauf, weil es genau so geworden ist, wie ich es wollte und weil es genau das ausdrückt, was ich fühle...

Jeder Nadelstich hat sich genau so angefühlt, wie der Schmerz, den ich immer wieder empfinde..... 

26.9.08 17:03


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